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Shortcuts und Skripten mit Spark

3. April 2016 Eigene Tastenkürzel lassen sich unter OS X in den Systemeinstellungen schnell vergeben. Zwar lassen sich auch für Dienste solche Kurzbefehle vergeben, aber die Funktionalität ist doch recht begrenzt. Das kleine Tool Spark ist für mich seit Jahren ein treuer Begleiter, und steht mir bei der Ausführung von Skripten auf Tastendruck verlässlich zur Seite.


Über das ausklappbare Menü werden Tastenkürzel einem bestimmten Programm zugewiesen.
Spark verfügt über einen integrierten Editor für AppleScript.
Bei der Steuerung von iTunes funktionieren nicht alle Aktionen wie erwartet.
Ein Textbaustein kann für das gesamte System definiert werden.
Anstelle eines Textes kann auch das aktuelle Datum eingefügt werden.

Es gibt ja eine ganze Reihe von Programmen und Tools, die die automatische Ausführung beliebiger Aufgaben auf Tastendruck oder über eine Geste mit der Maus ermöglichen. Der Vorteil von Spark besteht für mich darin, dass das Programm sehr schlank ist, und mir bisher zu keinem Zeitpunkt Probleme durch Abstürze oder Inkompatibilitäten bereitet hat. Dabei nutze ich Spark seit vielen Jahren.

Nach Download und Start des Programms sollte zunächst der Spark Daemon aktiviert werden. Hierbei handelt es sich um einen Dienst, der im Hintergrund auf Eingaben wartet, und dann die entsprechende Aktion ausführt. Über die Einstellungen von Spark kann auch vorgegeben werden, dass der Spark Daemon automatisch nach der Anmeldung gestartet wird.

Im nächsten Schritt gilt es dann, die Tastenkürzel mit entsprechenden Aktionen zu verbinden. Hierbei sollte man darauf achten, dass die Kürzel nicht schon anderweitig genutzt werden. Die Tastenkombination cmd + S neu zu definieren, wäre ein etwas unsinniges Unterfangen. Spark ist in der Lage, Tastenkürzel für ein bestimmtes Programm oder das gesamte System, sodass sie jederzeit zur Verfügung stehen, zu vergeben.

Zu den Aktionen, die über einen in Spark definierten Kurzbefehl ausgeführt werden können, gehören zunächst die Menüpunkte des jeweiligen Programms. Aber es können auch Textbausteine über eine Tastenkombination eingegeben werden. Darüber hinaus ist es mit Spark auch möglich, iTunes zu steuern. Hier macht sich indes bemerkbar, dass die Weiterentwicklung von Spark eher langsam vonstatten geht, da die Aktionen für iTunes oft nicht das gewünschte Resultat erzielen. Dies ist unter anderem den schnellen (lies: nervigen) Aktualisierungszyklen von iTunes geschuldet.

Als sehr praktisch erweist sich die Ausführung eines AppleScript auf Tastendruck. Dies ließe sich zwar auch über einen Dienst mit dem Automator erreichen, dem anschließend ein Tastenkürzel zugewiesen wird, aber Spark ist bei der Ausführung sehr viel schneller als ein Dienst.

Wird eine neue Aktion vom Typ AppleScript über das Icon mit dem Zahnrad in der Symbolleiste erstellt, dann kann mit einem Klick auf die Schaltfläche Shortcut zunächst die Tastenkombination direkt eingegeben werden. In Spark integriert ist ein kleiner AppleScript-Editor, sodass folgendes AppleScript nutze ich schon seit Jahren, um im Finder zwei neue Fenster nebeneinander zu erstellen:

tell application "Finder"
	set Fenster2 to make new Finder window to home
	set properties of Fenster2 to {bounds:{920, 15, 1800, 1100}}
	set Fenster1 to make new Finder window to home
	set properties of Fenster1 to {bounds:{1, 15, 900, 1100}}
end tell

Dem AppleScript habe ich die Tastenkombination cmd + alt + 2 zugewiesen. Die mit diesem Tastendruck erzeugten Fenster werden nebeneinander positioniert, und eignen sich hervorragend, um Dateien zwischen zwei Ordner zu verschieben oder zu kopieren. Der zweifache Aufruf von cmd + N sowie das Arrangieren der Fenster auf dem Bildschirm entfällt. Am Rande: Obiges AppleScript positioniert die Fenster anhand der X- und Y-Koordinaten. Je nach Auflösung des Bildschirms kann es sinnvoll sein, die Angaben in geschweiften Klammern anzupassen. Hierbei bezeichnen die ersten zwei Werte die X- und Y-Koordinate der linken oberen Ecke, die letzten beiden die Koordinaten der unteren rechten Ecke.

Fazit

Spark ist unscheinbar und unaufdringlich. Genau deshalb gehört das Programm für mich zu den Standardprogrammen, die auf meinen Systemen vorhanden sind. Möglicherweise muss ein wenig probiert werden, bis die gewünschten Resultate erreicht sind. Aber die Einarbeitung in Spark geht schnell, und hat man sich die Tastenkürzel und Aktionen einmal konfiguriert, dann merkt man meist gar nicht mehr, dass Spark im Hintergrund aktiv ist.

Weitere Informationen

www.shadowlab.org/softwares/spark.php

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